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Die Übergangsstelle über den Fluß wurde schon in mittelalterlichen Urkunden
erwähnt. Leider konnte die Situirung des Ortes nicht nachgewiesen werden.
Beim Studium älterer Stadtgrundrisse kann man allerdings den Ort der Furt
durch die Rednitz eingrenzen. Neben dem Bereich der heutigen Maxbrücke,
kommt der Weg über die Wilhelm-Löhe-Straße zum Fluß in Frage. In diesem
Gebiet hat man vor Jahren im Fluß schon einmal Befestigungsanlagen gefunden;
leider wurden diese nicht erhalten.
Über den Vorgängerbau der heutigen Maxbrücke ist sehr wenig bekannt.
Ursprünglich nannte man die Brücke "Untere Brücke" oder "Badbrücke",
da Sie sich in der Nähe des Gemeindebades befand, das nach dem 30jährigen
Krieg in der heutigen unteren Königstraße errichtet wurde. Im Zuge der
U-Bahn-Arbeiten 1997 stellte man Gründungsbalken einer mittelalterlichen
Brückenkonstruktion um 1470 sicher. Sie waren erstaunlicherweise nicht
nur im unmittelbaren Bereich des Flusses zu finden, sondern auch in der
Verlängerung der alten Brückenführung in die untere Königstraße hinein.
Die verhältnismäßige hohe Bearbeitungsqualität läßt darauf schließen,
daß die Brücke Teil einer wichtigen Verkehrsachse war und deshalb auf
konstruktive Hochwertigkeit geachtet wurde.
Nach der Fronmüller Chronik gibt es einen Rückschluß auf eine Holzbrücke
im Jahre 1575: " Die Nürnberger Unterthanen zu Fürth beschwerten
sich 1575 gegen den bambergischen Amtsmann daselbst, daß sie die Brücke,
über welche die Landstraße führe (die Untere oder Badbrücke) bauen helfen
sollten, da Ihnen der Holzkauf auf der Haardt abgeschnitten und genommen"
worden sei. Dieses Datum ist wichtig, weil es Aufschluß über die Haltbarkeit
der Holzbrücke angeben könnte.
Die wohl zweitälteste Darstellung Fürths ist ein Stich aus dem Jahre
1630. Er ist, was die Darstellung der städtebaulichen Strukturen betrifft
von sehr guter Qualität. Die Brücke über die Rednitz ist deutlich als
einfache Holzkonstruktion zu erkennen. Auf Pfählen, die in den Flußuntergrund
getrieben sind, ruht eine Balkenkonstruktion, die den befahrbaren Bolenbelag
trägt. Im Jahre 1632 wurde die Brücke, obwohl im Unterhalt der Gemeinde
Fürth, durch den Nürnberger Rat verstärkt. Er schickte acht mit Sturmpfählen
beladene Wagen. Was mit der Brücke geschah, als die Kroaten im Jahre 1634
Fürth zerstörten, ist nicht überliefert.
Im Jahre 1705 erschien ein Stich von Johann A. Boener: "Der Marcktflekken
Fürth, wie er von Niedergang anzusehen". Er stellt wichtige Gebäude,
Anlagen und Verkehrsachsen wie die Michaelskirche, den jüdischen Friedhof
und die heutige untere Königstraße des "Fleckens" deutlich dar.
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