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Das wohl wichtigeste Ergebnis .....
Zwischen dem 26. 6. und dem 10.7.99 war die Arbeitsgruppe auf dem Anwesen
von Herrn Schmitz, Kreuzstr. 2 4 tätig. Bereits im vergangenen Jahr
hatte Herr Schmitz Keramikscherben zur Arbeitsgruppe gebracht, die er
beim Ziehen eines Kanalgrabens auf seinem Grundstück gefunden hatte. Auffällig
unter diesen Funden war eine Rand- und eine Bodenscherbe von mittelalterlicher
Machart, die sich leicht in das salische Formenspektrum einordnen ließen.
Bevor Herr Schmitz mit der Umgestaltung des Grundstückes anfing, nutzte
die Arbeitsgruppe sein Angebot, die Fundsituation der mittelalterlichen
Scherben zu untersuchen.
Die Überraschung war groß, denn noch am 1. Grabungstag zeigte sich, daß
der Graben eine mittelalterliche Grube durchfahren hatte, die dann Stück
für Stück freigelegt werden konnte. Neben der Erkenntnis, daß sich offensichtlich
die mittelalterliche Siedlungsfläche bis in die Kreuzstraße ausgedehnt
hat, war die Beobachtung interessant, daß die mittelalterliche Stelle
starken Störungen ausgesetzt war, schließlich
brach lag und dann bis ins 16. Jahrhundert als Ackerland genutzt wurde,
um dann von einer erneuten Ausdehnung der Fürther Siedlungsfläche wieder
eingeholt zu werden. Leider konnte der Befund in seinen Ausmaßen nicht
erfaßt werden, so daß die Funktion der Grube unklar blieb. An Funden sind
einige Webgewichtsfragmente, wellenbandverzierte Keramik und die
verschiedensten Tierknochen zu erwähnen.
Datierung
Die Restaurierung und Sichtung des Materials aus der Kreuzstraße wurde
ebenfalls fortgesetzt. Herr Dr. Koch, der damalige Leiter der archäologischen
Denkmalpfleger in Mittelfranken, datierte die Keramikfunde in die Zeit
um 1000. Dennoch konnten zwei Scherben mit besonderen Merkmalen aussortiert
werden: Zum einen handelt es sich um eine kreisrund abgezwickte Wandscherbe
eines Gefäßes, die als Spielstein zu interpretieren ist, was sozialgeschichtlich
einen Einblick auf die Freizeitgestaltung zuläßt, zum anderen kann eine
Randscherbe als urnenfelderzeitlich, ca.. 1200 800 v. Chr., angesprochen
werden. Das heißt, daß zu befürchten ist, daß die mittelalterlichen Siedlungsaktivitäten
bereits ältere Siedlungsspuren zerstört haben.
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