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Am 2. 10. und 9. 10. 99 wurde im Hinterhof des Anwesens Königstr. 49-53
ein erster Profilschnitt angelegt und bis zum gewachsenen Boden abgetieft,
um der Anlage eines Gartenteiches zuvor zu kommen. Bemerkenswert an diesem
Aufschluß ist, daß der von der Königstraße erschlossene Hof im 16. Jahrhundert
mit Sand aufgefüllt worden ist und sich damit im Niveau vom Nachbargrundstück,
das in die Gustavstraße führt, deutlich unterscheidet. Zugeschüttet und
eingeebnet wurde damit auch eine Grube, die in den gewachsenen Sand eingetieft
war und einige Zeit offen gewesen sein muß. Sedimente der natürlichen
Erosion waren im Bodenbereich abgelagert. Ihre Funktion blieb unklar,
aber wenn sie als Sandentnahmegrube angesprochen wird, liegt man bestimmt
nicht falsch.
Die Grabung im Hof Königstraße 49-53 wurde von März bis Mai 2000 fortgesetzt.
In einem 2. Sondierungsschnitt im Hof wurde die Befundsituation vom Vorjahr
bestätigt: eine Anschüttung des 16. Jahrhunderts machte den Hof aus Richtung
Königstraße begehbar. Außerdem waren in diesem Auffüllmaterial die Profile
von jüngeren Postenlöchern zu beobachten, die als Bodenspuren des Gerüstbaus
für eines der Hofgebäude interpretiert wurden.
Die Sondierung im Ratzengang zwischen den Rückgebäuden und dem Nachbargrundstück
ließ erkennen, daß eine abgerissene Mauer in der Gebäudeflucht als Indiz
zu werten ist, daß der Ratzengang erst in einer späteren Grundstückserweiterung
dem Grund zugeschlagen worden war. Die Grabungen mußten leider aus sicherheitstechnischen
Gründen abgebrochen werden.
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