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Am 26.05.2001 wurden im Bereich des Grundstücks Würzburger Str. 9 bauvorgreifend
zwei Testschnitte angelegt.
Schnitt 1 befand sich im ehemaligen Wirtsgarten vor der Ostwand des Wohngebäudes.
Es zeigten sich verschiedene Schichten unterschiedlicher Mächtigkeit und
Konsistenz . Sandiges Material wechselte mit lehmigem. Im Sohlenbereich
des Schnitts wurde eine hellsandige Schicht erfasst, die zahlreiche Kieselsteine
enthielt, ansonsten jedoch völlig steril war. Sie ist wohl als Schwemmschicht
anzusprechen. Die darüber liegenden Schichten enthielten im wechselnder
Menge Fundmaterial (Fragmente von Sauerwasserflaschen Porzellan, Steinzeug,
glasierte Keramik), das nicht über das 19. Jahrhundert zurückreicht. Aus
einer oberflächennahen Schicht, die u.a. einen Pfennig von 1940 enthielt,
waren zwei pfostenlochähnliche Eingrabungen abgetieft worden.
Es ist davon auszugehen, daß im Zusammenhang mit der Erbauung des Wohngebäudes
um 1819 in diesem Bereich in größerem Umfang Auffüllungen vorgenommen
wurden
Schnitt 2 wurde im Gartenbereich im südlichen Grundstücksareal angelegt
. Auf eine mächtige schwarze Humusschicht folgte hier ein breiter Horizont
braunen, sandigen Materials. Die frühesten Funde aus diesen beiden Schichten
gehören in das 19. Jahrhundert. Es handelt sich wiederum um Scherben glasierter
Keramik, Sauerwasserflaschenfragmente, Porzellan, Ziegelbrocken etc.
Der Sohlenbereich von Schnitt 2 wurde von hellsandig-lehmigem Material
gebildet, das völlig fundfrei war. Bei ca. 1,40 m u.h.O. war bereits Grundwasser
festzustellen.
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